Partizipation in der Kindertagesstätte wird vielfach bereits praktiziert. Stuhlkreisbesprechungen und Kinderkonferenzen sind oft schon etabliert. Aber Partizipation kann mehr! Sie sollte den ganzen Alltag durchziehen und von Beginn der Kita-Zeit an ermöglicht werden.
Die partizipative Haltung von Fachkräften nimmt bei der Umsetzung einer Beteiligungskultur eine Schlüsselrolle ein. Sie ist die Basis, um den Kindern Selbstvertrauen, Konfliktfähigkeit, Selbstwirksamkeitserleben sowie Demokratieverständnis entsprechend ihrem Entwicklungsstand zu ermöglichen.
Diese Fortbildung beschäftigt sich damit, wie Partizipation im pädagogischen Alltag von Beginn an gelingen kann, ohne die Fachkräfte von ihrer Verantwortung für die Kinder zu entheben.
Inhalte:
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Partizipation in der Erziehung und Bildung: ein Recht von Kindern und (gesetzliche) Verpflichtung für Fachkräfte
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Verstehen: Partizipation ist kein zusätzlicher Bildungsauftrag, sondern gelebte Haltung und Arbeitsform
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Sensibilisierung: Bewusste Wahrnehmung von Bedürfnissen und Wünschen sowie von Kritik und Ablehnung der Kinder
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Partizipation stellt Fragen nach der Verteilung von Entscheidungsbefugnissen sowie der Machtverteilung zwischen Erwachsenen und Kindern: Reflexion der eigenen Haltung und des eigenen Bildes vom Kind
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„Partizipation ist ein Schlüssel zu Bildung und Demokratie“
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Partizipation ist in erster Linie „Beziehungsarbeit, nicht zuerst eine Frage der Methodik“ (Klein in TPS 5/2016)
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Partizipation von Anfang an, beginnend im Krippenalter
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Mögliche Strukturen zur Umsetzung von Partizipation im pädagogischen Alltag
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Partizipation braucht die Beteiligung der Eltern
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„Beschweren erwünscht“: Entwicklung eines Beschwerdeverfahrens für Kinder
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Gesunde Balance: Mitbestimmungsrechte der Kinder und Verantwortungsbereich der Fachkräfte
(vgl. "Die Kinderstube der Demokratie", Hansen u.a.).