Pädagogische Fachkräfte, die in altersgemischten Gruppen arbeiten, wissen um die besonderen Herausforderungen dieser Organisationsform. Kinder im Alter von ein und zwei Jahren haben andere Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben als Kinder im Kindergartenalter.
Die Altersmischung funktioniert nicht per se. Damit die Arbeit qualitativ gut gelingen kann, gilt es, pädagogisch neu zu denken und konzeptionell eine Pädagogik der Altersmischung im Sinne einer „Pädagogik größerer Vielfalt“ zu entwickeln und umzusetzen. Bedeutende Qualitätsmerkmale zur Umsetzung einer gelingenden Arbeit mit altersgemischten Gruppen sollen im Fokus dieser Fortbildung stehen.
Inhalte:
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Erfahren: Das Konzept der Altersmischung braucht eine professionelle Alltagsgestaltung zur Sicherstellung von Wohlbefinden und vielfältigen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten der Kinder
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Bewusstwerden der Chancen der Heterogenität durch einen konstruktiven Umgang, im Sinne eines differenzierten und individuellen Eingehens auf das Kind
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Aktuelle Studienergebnisse zum Konzept der Altersmischung
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Bedeutung von Selbstbestimmung und Partizipation von Anfang an
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Wahrnehmung/Bewusstmachung unterschiedlicher Entwicklungsaufgaben, Bedürfnisse und Themen der verschiedenen Altersklassen
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Allen Kindern gerecht werden? Ist das überhaupt möglich aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnislage?
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Erarbeitung von „Gelingungsfaktoren“
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Auswirkungen auf den Tagesablauf, das Materialangebot und die Gestaltung der Räume
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Reflexion der eigenen Haltung; Veränderungen der Rolle als Fachkraft und der Zusammenarbeit im Team
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Reflexion der eigenen Praxis und Formulieren von konkretem Veränderungsbedarf